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Metallindustrie & Bergbau: Gewerkschaften fordern 5,5%

ArbeitnehmerInnen sind über Angebot und Verhalten der Arbeitgeber empört!

Österreichweit BR-Konferenzen und Betriebsversammlungen.

Die Kollektivvertragsverhandlungen Metallindustrie & Bergbau und Gas/Wärme sind nach der ersten Verhandlungsrunde am Dienstagabend (4. Oktober) ohne Ergebnis unterbrochen worden.

"Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und ihre Betriebsrätinnen und Betriebsräte sind zu Recht empört über das Verhalten und die bisherigen Angebote der Arbeitgeberverhandler. Schon vor der Lohn- und Gehaltsrunde wurde von Arbeitgeberseite ein Angebot in Höhe der Inflationsrate öffentlich gemacht. Nach mehrstündigen Verhandlungen das Arbeitgeberangebot  von 3,0% auf 3,1% also um zusätzlich 0,1% (!) in Aussicht zu stellen ist eine Beleidigung aller Beschäftigten in der Metallindustrie", stellen die beiden Verhandlungsleiter Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender der PRO-GE und Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, klar. 

Bei einer für heuer prognostizierten Inflationsrate von 3,1% (WIFO) bedeutet das Angebot nicht den geringsten Reallohnzuwachs. Die Arbeitgeber beanspruchen damit das komplette Wirtschaftswachstum 2011 von rund 3 Prozent für sich und wollen die ArbeitnehmerInnen mit Einmalzahlungen "abspeisen". Hinzu kommt die um etwa 5% gestiegene Stundenproduktivität.

Erhöhter Druck

Die Gewerkschaften und BetriebsrätInnen erhöhen nun den Druck auf die Arbeitgeber. Von 5. bis 7. Oktober wurden österreichweit Betriebsratskonferenzen abgehalten. Noch vor dem nächsten Verhandlungstermin finden von 10. bis 11. Oktober in allen Betrieben Betriebsversammlungen statt.

"Die Branche ist 2011 auf Rekordkurs. Umsätze und Produktivität sind selbst noch Anfang 2011 sprunghaft gestiegen. Die Ausschüttungen und Dividenden an die Eigentümer und Muttergesellschaften sind enorm. Im Gegenzug stöhnen die ArbeitnehmerInnen unter der Inflationsbelastung. Die Menschen haben sich eine nachhaltige und kräftige Lohnerhöhung verdient. Wir fordern daher für die rund 165.000 Beschäftigten eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 5,5 Prozent als Abgeltung der Inflation und als fairen Anteil an dem von den ArbeitnehmerInnen erarbeiteten Wirtschaftswachstum und an der gestiegenen industriellen Produktivität", betonen Wimmer und Proyer.

Kaufkraft stärken

Die gesamte Lohn- und Gehaltsumme in der Metallindustrie betrage etwa 7 Milliarden Euro. Eine Erhöhung von 5,5% würde bedeuten, dass 385 Millionen Euro bewegt werden. Also eine enorme Stärkung der Kaufkraft, die gerade angesichts der vom WIFO prognostizierten wirtschaftlichen Eintrübung unbedingt notwendig ist. "Dass nachhaltige Lohn- und Gehaltserhöhungen wirtschaftlich sinnvoll sind, hat auch die relativ gute Bewältigung der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 bewiesen. Sie stützen und stärken die Kaufkraft und damit die Wirtschaft in Österreich", so Wimmer und Proyer.

Zudem müssten die niedrigen Einkommensgruppen von einer deutlichen Erhöhung besonders profitieren und die Anrechnung von Elternkarenzen müsse massiv verbessert werden.

Sollte es beim nächsten Verhandlungstermin, am 12. Oktober zu keiner Einigung kommen, werden sofort weitere Betriebsversammlungen einberufen und gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen beginnen.

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